"Standortfaktor Kreativität - Mitteldeutschland im internationalen Wettbewerb"
Der internationale Standortwettbewerb wird nicht mehr nur durch die alt bekannten "harten" oder "weichen" Standortfaktoren bestimmt: Innovationsfähigkeit und wirtschaftlicher Erfolg hängen im Zeitalter des Übergangs von der Industrie- zur Wissensgesellschaft vor allem davon ab, wie gut sich Unternehmen und Standorte im globalen Wettbewerb um die neue Kreative Klasse durchsetzen können.
Kreative Klasse
Mit dem Begriff "Kreative Klasse" sind hoch talentierte und gut ausgebildete Designer, IT-Experten, Wissenschaftler, Ingenieure, Manager und natürlich auch die klassischen "Kreativen" wie Künstler oder Schauspieler gemeint - Menschen, die mit ihren innovativen Ideen und ihrem Wissen zunehmend das weltweite Marktgeschehen beeinflussen. Die begehrten Talente sind hochgradig mobil und können sich ihre Jobs und Wohnorte aussuchen. Was also macht einen Arbeitgeber und eine Region für die internationalen Top-Fachkräfte attraktiv?
Neue Standortfaktoren
Die Antwort liegt in den so genannten "neuen Standortfaktoren", die der US-amerikanische Stadtforscher
Richard Florida in seinem Buch
"The Rise of the Creative Class" mit der Formel der "3 Ts" beschreibt: Technologie, Talent und Toleranz. Kreative Menschen gehen bevorzugt dahin, wo bereits IT-Firmen oder andere Unternehmen aus dem Bereich der Zukunftstechnologien angesiedelt sind. Ihr Talent, das sich die Kreativen zumindest in einer gewissen soliden Ausbildung erworben haben, entfalten sie dort, wo bereits andere Kreative zu finden sind: Ideenaustausch und Innovationen entstehen vor allem in einem offenen und kulturell vielfältigen Lebens- und Arbeitsumfeld. Toleranz ist das Stichwort, das Merkmale wie bewusst gelebte und akzeptierte lebensweltliche Gegensätzen beinhaltet.
Heimat für Kreative?
Wie attraktiv ist unsere Wirtschaftsregion für die kreative Elite? Was können Unternehmen tun, um hoch qualifizierte Fachkräfte anzuziehen? Welche Möglichkeiten gibt es, Mitteldeutschlands Städte zu einem attraktiven Lebensumfeld zu machen? Welches kreative Potenzial ist in den Unternehmen und Städten der Region vorhanden? Wie viel Kreativität lassen die Strukturen mitteldeutscher Unternehmen tatsächlich zu?
Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zeigen auf der Zukunftskonferenz Mitteldeutschland 2007 Handlungsfelder und Strategien für Unternehmen und Städte der Region auf, wie "Kreativität" gezielt genutzt werden kann. Über die Diskussion klassischer Standortfaktoren hinausgehend soll damit ein wichtiger Impuls zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region gegeben werden.



